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SC Freiburg – FC St. Pauli, Atheltic Bilbao – Real Valladolid und FC Porto – Celtic FC

Ab in den Süden… Die nervige Busfahrt zum Celtic-Spiel nach Turin war Gott sei Dank längst Geschichte, so ging es endlich per Bahn und der wunderbaren Erfindung Namens InterRail Ticket auf Reisen. Allerdings führte uns unsere Route erst mal nach Freiburg zu "unserem" Spiel. ... Am Morgen fuhren wir dann, nach einem kleinen Frühstück in unserem Umsteigebahnhof Guillarei, straight ahead to Porto. Im Zug trafen wir dann schon die ersten beiden Celtic Fans sowie Martin aus Hamburg, die wir dann zwecks billiger Unterkunft mit zu unserem Hotel in Porto nahmen. Nach unserem Check in und einer kleinen Erholungspause trafen dann auch die beiden flugreisenden Familien Karos ein. Der Tagesablauf wurde so ziemlich von Main-Square-Sitting bestimmt und, was natürlich nicht fehlen darf, ein Besuch eines portugiesischen Fischrestaurants. Calamaris mal nicht frittiert und in Ringform, war mal was anderes. Ein anderes Thema war, worüber wir uns im Vorfeld des Spiels eigentlich keine Gedanken machten, Eintrittskarten fürs Spiel zu bekommen. Sollte aufgrund der Stadionkapazität auch eigentlich kein Problem darstellen. Aber Celtic Fans war es nicht gestattet, aus welchen Gründen auch immer, normal Tickets an den Kassen zu kaufen. In der Stadt liefen einige Schwarzmarkthändler herum, die Tickets für 80 - 100 DM (ein wenig teuer) verkauften. Deshalb fuhren wir am nächsten Morgen zum Stadion, und wir hatten Glück. Über Umwege und Überredungskünste konnten wir 4 Tickets zum Einzelpreis von 40 DM erwerben. Bis zum Spiel hin genoss man (Super Bock)-Bier trinkend die Atmosphäre am Hafen. Die Anfahrt zum Stadion erwies sich als ziemlich langwierig, da der Verkehr völlig zusammenbrach. Das Problem, dass ich eine Karte nicht direkt für den Celtic B-- LOCK hatte, lösten die Ordnungskräfte auf ihre Weise. Sie rissen einfach den Magnetstreifen an meiner Karte ab, und hielten irgendeine andere Karte unter das Lesegerät für die Einlassschranken. Fertig, Problem gelöst. Schon beim Anblick der beiden Celtic Blöcke und vor dem Hintergrund, dass einfach alle Celtic Fans, egal mit welchem Ticket, in diese beiden Blöcke gelangten, war klar, dass die Kapazität wohl nicht ausreichen würde. So war es dann auch. Das Spiel war schon zwanzig Minuten alt und immer noch standen Hunderte genervte Celts draußen und versuchten sich in die Blöcke zu quetschen. Wenig später erkannten dann endlich die Ordnungskräfte, dass sie vielleicht mal den leeren Nebenb-- LOCK aufmachen sollten. Ansonsten hätte es zu größeren panischen Aktionen kommen können. So eine schlechte Organisation in einem Land, das in nicht einmal drei Jahren eine Europameisterschaft austragen will, oh oh oh…. Aber kommen wir zum Spiel, was ja nun auch nicht viel erfreulicher war. Ehe man sich versah stand es nach einer Minute schon 1:0 für die Hausherren und Porto war die klar überlegene Mannschaft. Celtic hatte absolut gar nichts entgegen zu setzen, insgesamt eine halbe Torchance und so hieß es am Ende völlig verdient 3:0. Die Celtic Fans glänzten eher mit Däumchen drehen, als mit großartigem Support. Schade eigentlich, da mit 4.500 Grün-Weißen die besten Vorraussetzungen geschaffen waren. Der erhoffte und letztendlich auch so wichtige Punkt konnte nicht eingefahren werden. Aber da war ja noch das allseits beliebte Super Bock Bier, was uns noch bei netten Unterhaltungen am Main-Square, durch den Abend führte. Am Donnerstag hieß es, nach einem "Kulturpunkt" in der Kathedrale, Abschied von Porto nehmen. 40 Stunden Reisezeit nach Hamburg lagen vor uns, und unser Ansporn alle Züge rechtzeitig zu bekommen, war unser Heimspiel gegen Cottbus das am Samstag folgte. Die Bahn ließ uns auch nicht im Stich und so waren wir dann, nicht ganz ausgeschlafen, am Samstag Morgen in Hamburg zurück. So, schnell noch in Supermarkt und mit Sachen eingedeckt, die in Trondheim nicht ganz billig sein sollen. Anschließend zuhause ne kleine Mütze Schlaf abgeholt, bis es dann zum ersten Saisonsieg ans Millerntor ging. …und hoch in den Norden Meisterschaftsfeier mit Hammarby und Trondheim - Celtic Mit dem ersten Dreier der Saison im Gepäck fuhren wir (jetzt zu fünft) Samstag Abend erst mal mit dem Auto nach Dänemark rein. Dort ging es dann per Bahn (endlich mal wieder Bahn fahren) Richtung Stockholm. Dort erwartete uns die Entscheidung in der schwedischen Meisterschaft. ... Auch wenn wir das Spiel nicht gesehen haben, dieses Erlebnis (die SM-GULD Feier) ziehe ich jedem normalen Spiel vor. Mit diesen schönen Eindrücken von Hammarby, fuhren wir dann also gen Trondheim. Nach gemütlichen 8 Stunden Schlaf trauten wir beim Aussteigen an der schwedisch-norwegischen Grenze unseren Augen nicht. Es lag Schnee. Na ja, so derbe überraschend war das nun auch wieder nicht, aber die Tatsache, dass wir vor nicht mal 5 Tagen, im 28 Grad heißen Porto die Sonne genossen, und nun Schnee. Alles deutete auf ein Klimaschock hin, da die Temperaturen sich teilweise auch im Minus-Bereich bewegten. Gegen Vormittag erreichten wir dann Trondheim. Unsere erste Sorge galt natürlich wieder dem Eintrittskarten-Problem. Letztendlich hatten wir aber Glück und bekamen so nach und nach 5 Eintrittskarten für das längst ausverkaufte Spiel zusammen. Meldungen wie: Es werden ca. 1500 Celtic Fans ohne Eintrittskarten anreisen, bewahrheiteten sich nicht. Die Innenstadt von Trondheim füllte sich, mit Celtic Fans, im Laufe des Montags mehr und mehr. Größere Anziehungspunkte waren (wen wundert´s) ein Irish Pub und eine von Rosenborg organisierte Party mit Live-Band in einer größeren Kneipe. Wir entschieden uns für Letzteres, was auch die richtige Wahl war, angesichts der Musikauswahl im Irish Pub. Allen Erwartungen entgegen, kostete das Bier kein halbes Vermögen, sondern "lediglich" ca. 10 - 12 DM, also Preise wie in Frankreich. Leider mussten wir den Abend schon etwas früher abbrechen als geplant, da der letzte Bus zu unserer etwas außerhalb gelegenen Unterkunft schon vor Mitternacht fuhr. Dafür hatten wir aber die wohl billigste Unterkunft Trondheims. Genauer gesagt, unsere Unterkunft waren zwei Zimmer in einem Ein-Familienhaus. Die Gastgeberin konnte aufgrund ihrer internationalen Männergeschichten, neben 5 weiteren Sprachen auch fließend deutsch. Dies führte dazu, dass am nächsten Morgen beim Frühstück, für pausenlose Unterhaltung ihrerseits, gesorgt war (ohne Punkt und ohne Komma). Schnell ab zum Hauptbahnhof, Klamotten eingeschlossen und wieder zurück an die alte Wirkungsstätte vom Vorabend. Der Laden war schon wieder ziemlich voll und bei manchen hatte man den Eindruck, als ob sie die Nacht am Tresen verbracht hatten. Nette Gespräche bestimmten den Nachmittag. Mehrere Versprechen der Celts zum Derby nach Hamburg zu kommen (bitte einhalten) und Überredungsversuche Richtung Rosenborg, dass sich ihre Mannschaft auf das Meisterschaftsfinale am kommenden Sonntag konzentrieren sollte, und lieber Celtic die 3 Punkte überlassen soll (klappte leider nicht). Per Bus fuhren wir dann 2 Stunden vor Spielbeginn zum Lerkendal Stadion. Das Stadion sieht recht modern aus, einfach ein kleines Schmuckkästchen mit einem gemütlichen Clubheim nebenan, wo noch Fans und Spieler gemeinsam speisen. Als der Stadionsprecher dann kurz vor Spielbeginn die Mannschaftsaufstellungen verlas, tauchte auf Trondheimer Seite ein gewisser Brattbak mit der Nr. 22 auf. Die Celtic Fans applaudierten für ihren ehemaligen Spieler. Später erwies er sich als nicht sehr "Gastfreundlich" und schoss zwei Tore in Hälfte Eins. In der zweiten Halbzeit war Celtic zwar bemüht das Ding noch umzudrehen, aber es half alles nichts. Auch im dritten und letzten Auswärtsspiel in der CL-Vorrunde war nichts zu holen. Apropos nichts, der Support von Celtic ließ leider auch in Trondheim (außer in den Kneipen) zu wünschen übrig. Die Rosenborg Fans hatten einige sehr geile Lieder, z.B. RO-SEN-BORG über drei Tribünen, jede Tribüne eine Silbe. Das kam seeehr gut. Nach Spielende hieß es dann für uns: halbe Stunde Zeit um den letzten Zug nach Oslo zu bekommen. Der Hauptbahnhof liegt ca. 3 Km entfernt vom Stadion und dank eines blitzsauberen Mittelstreckenlaufs in rekordverdächtiger Zeit erreichten alle Mitreisenden den Zug. Die Rückfahrt nahm seinen gewohnten Gang, mit "Unterhaltungsperle" Frank aus Berlin, sodass wir am Mittwoch Abend zurück in Hamburg waren. ... (Bericht von Jan aus Nachgetreten Nr. 9)
21.09.2001, [CSC-User]