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Berichte
Alle Bullen sind schlecht, alle Bullen sind schlecht, von Hamburg bis nach Anderlecht…
Nach der großartigen Saison im Uefa Cup, hatte Celtic in dieser Saison die Möglichkeit, in der „großen“ Champion League zu spielen. Diese Chance ließen sie sich auch nicht nehmen und bezwangen in der Qualifikation die Mannschaften von FBK Kaunas und MTK Budapest, wie erwartet recht deutlich. Nach der unglücklichen Niederlage im ersten Gruppenspiel bei den Bayern, folgte eine solide Vorstellung im Heimspiel gegen Lyon(2:0). Als nächstes folgte das Auswärtsspiel beim RSC Anderlecht, wo zu beweisen galt, dass Celtic auch mal in der Champions League auswärts was holen kann. Also, auf nach Brüssel.
Für uns ging es dann morgens am Spieltag per Flieger von Hamburg nach Brüssel. Inmitten von Geschäftsleuten sitzend, stellte ich mir auf dem Flug immer wieder die Frage, was glotzen die uns eigentlich immer so an? Hab ich mit meinem Celtic Trikot und Schal gegen den Dress-Code hier verstoßen? Wohl kaum! Ich glaube eher, dass das der Neid der Business-Leute ist, dass sie jetzt den ganzen Tag arbeiten müssen und wir uns in Kneipen vergnügen, uns schön ein ansaufen und zum Fußball gehen. Tja, Pech gehabt Jungs.
Angekommen in Brüssel fuhren wir erstmal mit der Bahn zum Hotel. Anscheinend muss man in Brüssel seine Fahrkarte nicht vorzeigen wenn man sagt, dass man gleich aussteigen müsse. Hat auf jeden Fall bei uns geklappt.
Am Hotel trafen wir dann auch schon auf einige andere St. Paulianer, die gerade per Zug aus Deutschland eintrafen. Unser erstes Ziel war dann erst mal eine ruhigere Kneipe. Dort bereiteten wir uns mit einigen recht preiswerten Bieren, auf den Tag vor.
Der Irish Pub an dem wir uns weites gehend aufhielten, war der O´Reilly´s am Place de la Bourse. Der Pub war ziemlich zentral gelegen und somit auch sehr gut ge-eignet, dem Grün-Weißen Treiben beizuwohnen. Aller-dings waren die Preise des Pubs auch gewohnt hoch, sodass wir dann ein auf „Stuttgart“ machten und die umliegenden Kioske und Supermärkte nutzten. Nach und nach trudelten die ein oder anderen bekannten Gesichter aus Glasgow, Dublin, Hamburg und weiteren Städten ein. Die Zeit bis zum Spiel verging dann ziemlich schnell, sodass wir irgendwann die Metro Richtung Anderlecht nahmen. Das Stadion vom RSC, das Constant vanden Stock-Stadion, ist leider ziemlich klein, sodass es in der Champions League gerade einmal 22.500 Zuschauern Platz bietet. Dies bedeutete, dass Celtic nur knapp über eintausend Tickets zur Verfügung hatte und das natürlich nicht annähernd reichte. Ca. 4000 Celtic Fans waren nach Brüssel gekommen, wovon letztendlich knapp 2000 ins Stadion gelangten. Entweder mit gültiger Eintrittskarte, übern Zaun oder sonst wie. Für die die nicht ins Stadion kamen, hatte Anderlecht eine Übertragung des Spiels auf Großbildleinwand, vorm Stadion organisiert. Wahrscheinlich nicht nur weil sie den Celtic Fans einen Gefallen tun wollten, sondern auch um sich einigen Ärger zu ersparen und die Situation zu entspannen. Dieses Angebot nutzten ca. 1500 Celts, der Rest schaute in Pubs.
Wir zählten zu den glücklichen Karteninhabern(bis auf zwei meiner Mitfahrer), nur hatten wir Karten für den Anderlecht-Bereich auf der Haupttribüne. Das stellte sich aber nicht als Problem heraus, da alles was Grün-Weiß an hatte und ne gültige Eintrittskarte vorweisen konnte, in den Celtic B-- LOCK kam.
So, nun konnte eigentlich nichts mehr schief gehen, aber das Spiel war ja auch noch. Die Maßgabe war im Grunde, ein Punkt oder mehr. Hauptsache nicht mit leeren Händen nach hause fahren und Anderlecht auf Distanz halten. Das sah anfänglich auch gar nicht schlecht aus, denn spätes-tens nach der Roten Karte gegen den RSC in der 25. Minute, war nicht von einer Nieder-lage auszugehen. Aber Celtic spielte nicht konsequent genug und Anderlecht wurde immer aggressiver und gewann dadurch viele und entscheidende Zweikämpfe, sodass dann auch irgendwann das verdiente 1:0 für Anderlecht fiel. Trotz guter Chancen zum Ausgleich, konnte kein Punkt mehr gerettet werden. Schade, aber ein wirklich hoch verdienter Sieg für Anderlecht. Nun müssen eben die nötigen Punkte für ein Weiterkommen, woanders eingefahren werden. Relativ frustriert vom Spiel, fuhren wir dann zurück in die Innenstadt. Dort wurde dann die Nahrungsaufnahme, die man den ganzen Tag vernachlässigte, nachgeholt. Pommes und Fleisch im Baguette ist wirklich sehr schmackhaft, so was leckeres bekommt man bei Scheiß Mc Donalds nicht!
Am nächsten Tag stand dann eigentlich nicht mehr viel auf dem Programm. Unser Flug ging erst am späten Nachmittag, sodass wir dann noch einen etwas „ruhigeren“ Tag in Brüssel verbringen konnten, bevor wir wieder pünktlich zur Übertragung der Mittwochsspiele in der Champions League in Hamburg eintrafen.
(Bericht von Jan aus Nachgetreten Nr. 14)
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| 21.11.2003, [Jan in Nachgetreten] |
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